Ärzte Zeitung, 25.08.2012

Studie

Ältere Väter vererben gehäuft Mutationen

REYKJAVIK (ars). Je älter der Vater bei der Zeugung, um so mehr Mutationen vererbt er ans Kind.

Mit jedem Lebensjahr steige die Zahl der Veränderungen um zwei, errechneten Forscher aus Reykjavik, die 78 Eltern-Kind-Gruppen untersuchten (Nature 2012; online 22. August).

Ein 20-Jähriger übertrage rund 25 Mutationen, ein 40-Jähriger schon 65. Damit lasse sich etwa die erhöhte Schizophrenie- und Autismusrate bei Kindern älterer Väter erklären. Mütter dagegen steuern nur rund 15 De-novo-Mutationen bei, und zwar unabhängig vom Alter. Grund: Eizellen liegen von Geburt an vor, Spermien werden fortlaufend gebildet.

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