Ärzte Zeitung online, 19.07.2018

BZgA

Mit Puppen gegen Geschlechtskrankheiten

Sexuell übertragbare Krankheiten kommen immer häufiger vor, warnt die BZgA. Eine humorvolle Kampagne soll junge Menschen für diese Erkrankungen sensibilisieren und die Prävention fördern.

Mit Puppen gegen Geschlechtskrankheiten

Mit fünf Handpuppen wirbt die BZgA für die STI-Aufklärung: Chlam Chlamydie, der beim AIDS-Kongress auftreten, ist der zweite von links.

© Screenshot: Liebesleben / Youtube

KÖLN. Mit einer 70 Zentimeter großen Handpuppe will die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf der 22. Internationalen AIDS-Konferenz für eine STI-Prävention werben: Mit "Chlam Chlamydie" klärt die BZgA zwischen dem 23. und 27. Juli in Amsterdam über sexuell übertragbare Krankheiten (STI; englisch: sexually transmitted infections) auf.

Die fünf Puppen der fiktiven Wohngemeinschaft der "Infektastischen STI" informiert junge Menschen bereits seit einiger Zeit per Videos in den Sozialen Medien über sexuell übertragbare Krankheiten.

"Es ist außerordentlich zu begrüßen, dass die Internationale AIDS-Konferenz dem Thema STI eine so große Bedeutung beimisst und den Austausch zu neuen Präventionsformaten (...) fördert", sagt BZgA-Leiterin Dr. Heidrun Thaiss.

"Wir freuen uns, die Teilnehmenden in Amsterdam mit Chlam Chlamydie dafür zu gewinnen, dass Prävention mit Humor funktionieren kann", ergänzt sie.

Unterschiedliche Gruppen = verschiedene STI

Während sich Männer, die Sex mit Männern haben, besonders häufig mit Syphilis anstecken, infizieren sich heterosexuelle Frauen und Männer überwiegend oft mit Chlamydien, schreibt die Behörde in einer Mitteilung.

Mit frech gestalteten Anzeigenmotiven wirbt die BZgA bereit seit Jahren dafür, dass sich jungen Menschen mit der STI-Prävention beschäftigen.

Mit dem Portal "Liebesleben" informiert die Zentrale seit letztem September über Geschlechtskrankheiten. "Liebesleben" ist der Nachfolger der Marke "Gib AIDS keine Chance". Mit der neuen Dachmarke wolle die BZgA sich thematisch breiter aufstellen, so die Betreiber damals zum Portalstart.

Laut Angabe der BZgA ist die Internationale AIDS-Konferenz mit rund 18.000 Teilnehmern eine der weltweit größten Veranstaltungen zum Thema HIV und AIDS. (ajo)

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