Ärzte Zeitung, 09.05.2007

FUNDSACHE

Schleim optimiert künstliche Nasen

Britische Forscher haben eine Möglichkeit entdeckt, wie sie das Riechspektrum künstlicher Nasen dramatisch erweitern können: indem sie die elektronischen Detektoren mit künstlichen Mukopolysacchariden schmieren.

Eine menschliche Nase verfügt etwa über 100 Millionen Rezeptoren, elektronische Nasen haben nur 50 Sensoren. Professor Julian Gardner von der Universität Warwick und sein Team nahmen das menschliche Riechorgan zum Vorbild ihrer artifiziellen Entwicklung.

Ausgehend davon, dass Schleim das Riechvermögen verbessert, entwickelten sie einen künstlichen "Rotz" aus Polymeren, mit dem sie jene Kanäle beschichteten, durch welche die Sensoren verbunden sind. Aus diese Weise gelang es den Forschern einem Bericht der Online-Agentur Ananova zufolge, die Leistungsfähigkeit ihrer künstlichen Nase so zu steigern, dass diese die Gerüche von Milch und Bananen unterscheiden konnten. (Smi)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3198)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Neue Leitlinie zum Kopfschmerz durch Schmerzmittel-Übergebrauch

Schmerzmittel können vorbestehende Kopfschmerzen verstärken und chronifizieren - wenn man sie zu oft, zu lange oder zu hoch dosiert einnimmt. Eine neue Leitlinie zeigt auf, wie Ärzte solchen Patienten helfen können. mehr »

Nicht nur zu viel LDL-C ist schädlich

Atherosklerose entsteht offenbar nicht nur, wenn zu viel LDL-Cholesterin im Blut zirkuliert. Der Aufbau der Partikel scheint ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen – und hier lässt sich therapeutisch eingreifen, wie Wissenschaftler zeigen. mehr »