Ärzte Zeitung, 14.08.2012

Fundsache

Die klare Nacht wird ein Horrorfilm

Schwarz wie die Nacht -  so sieht schon lange kein Großstadt-Himmel mehr aus. Die Nacht in Metropolen leuchtet heutzutage eher rötlich.

Grund dafür ist zum Beispiel in Berlin das gelb-orange Licht der Straßenlaternen. Wenn nun die Straßenbeleuchtung mit neuen LED-Leuchten ausgestattet wird, wird durch das kältere, weiße Licht der Nachthimmel in Richtung Blau umschwenken.

Davon sind die Physiker um Dr. Christopher Kyba von der FU Berlin überzeugt. "Besonders deutlich wird das zu sehen sein, wenn der Nachthimmel bewölkt ist" erklärt Kyba. Grund dafür ist die starke Reflexion des Lichts der Straßenlaternen.

Auch für die Tierwelt könnte es Probleme mit dem neuen Licht geben, denn bewölkte Nächte sind in Ballungsgebieten heute tausendmal heller als noch vor wenigen Jahrzehnten. Und in wolkenlosen Nächten?

Da braucht es LED- Leuchten, die abwärtsgerichtetes, warmweißes Licht mit geringem Blau-Anteil ausstrahlen. Warum? "Sonst sieht es in klaren Nächten aus wie im Horrorfilm", sagte Physiker Kyba. (dpa/bee)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3204)
Organisationen
FU Berlin (73)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Appell zur rationalen Antibiotika-Gabe

Anlässlich des 11. Europäischen Antibiotika-Tages rufen KBV und vdek zum rationalen Einsatz von Antibiotika bei Erkältungen und Grippe auf. mehr »