Ärzte Zeitung online, 31.08.2018

Umfrage im UK

Was ist das richtige Alter für Energy-Drinks?

Großbritannien will, dass junge Leute Energy-Drinks erst ab einem bestimmten Alter kaufen dürfen. Die Öffentlichkeit entscheidet mit: durch eine Befragung.

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Großbritannien sucht nach dem richtigen Alter für ein Energy-Drink-Verkaufsverbot.

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LONDON. Die britische Regierung hat eine öffentliche Befragung angestoßen, ab welchem Alter Energy-Drinks im Vereinigten Königreich verkauft werden sollen. In 20 Fragen dürfen sich Bürger beispielsweise dazu äußern, welches Verkaufsalter angemessen sei, wie man Kinder davon abhalten kann, die Getränke an Automaten zu ziehen oder wie lange Händler Zeit für eine Übergangsphase bis zum Gesetzeintritt haben sollen.

Die Antwortoptionen für das Alter enthalten die Wahlmöglichkeiten für 16 und 18 Jahre – Energy-Drinks werden als solche Getränke definiert, die mehr als 150 mg Koffein pro Liter enthalten.

Freiwilliges Verbot schon heute bei vielen Handelsketten

Ob ein Verkaufsverbot für Kinder und Jugendliche tatsächlich kommt, und wenn ja, ab welchem Alter dieses greift, ist noch unklar. Viele Handelsketten würden die süßen Getränke bereits heute nicht an Kinder verkaufen – das Gesetz soll aber die Lücke schließen, dass Kinder Energy-Drinks an Verkaufsautomaten oder in kleinen Lebensmittelläden kauften, schreibt die Regierung zur Begründung.

Die Befragung sei Teil der Regierungsstrategie, um Fettleibigkeit und andere gesundheitliche Probleme bei jungen Menschen zu verhindern. Bis zum Jahr 2030 zielt die Regierung darauf, die Anzahl an adipösen Kinder zu halbieren; eine Zuckersteuer hat das Land dieses Jahr bereits eingeführt.

"Fettleibigkeit in der Kindheit ist eines der größten Gesundheitsprobleme für das Land und deswegen werden wir entschlossen handeln, damit junge Menschen weniger Zucker konsumieren", äußerte sich Premierministerin Theresa May in einer Mitteilung. "Wir fragen die Öffentlichkeit nach ihrer Meinung, um sicherzustellen, dass Energy-Drinks nicht exzessiv von Kindern getrunken werden", so der britische Gesundheitsminister Steve Brine weiter. (ajo)

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