Ärzte Zeitung, 15.03.2006

KOMMENTAR

Auch über Mücken sollte man reden

Von Ursula Gräfen

Dengue-Fieber, West-Nil-Fieber, Chikungunya-Fieber - vor vielen Infektionen können sich Touristen in den Subtropen und den Tropen nur schützen, indem sie vermeiden, sich von den Überträgermücken stechen zu lassen. Denn Impfungen gibt es (noch) nicht, Chemoprophylaxe auch nicht.

Dennoch achten offenbar viele Reisende nicht auf konsequenten Mückenschutz - trotz aller Aufklärung. So haben sich einige deutsche Touristen auf Mauritius mit Chikungunya-Fieber infiziert - einer "sehr lästigen, aber nicht lebensbedrohlichen Erkrankung", wie Professor Thomas Löscher, Leiter des Münchner Tropeninstituts, sagt.

Man kann es also nicht oft genug wiederholen: Das Thema Mückenschutz gehört zu einer reisemedizinischen Beratung für Tropen- und Subtropen-Touristen dazu. Da sollte man dann die besten Repellentien empfehlen und erklären, daß es sinnvoll ist, zusätzlich mit einem Permethrin-Spray die Kleider zu imprägnieren.

Auch Tips zum Auftragen der Mittel sind angebracht: Ist es warm und feucht, muß man sich öfter einschmieren, mitunter sogar alle zwei Stunden. Mückenmittel brauchen nur dünn aufgetragen zu werden - aber immer über die Sonnencreme.

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