Ärzte Zeitung, 08.06.2006

Ballack: "Ich denke, daß ich spielen werde"

Muskelverhärtung des Kapitäns läßt nach / Maximale medizinische Versorgung

NEU-ISENBURG (cin). Michael Ballack wird beim Eröffnungsspiel gegen Costa Rica am Freitag dabei sein, davon ist Co-Trainer Joachim Löw überzeugt. "Die medizinische Abteilung tut alles, damit er hundertprozentig einsatzfähig sein wird."

Gesundgeschrieben: Michael Ballack, Kapitän der National-Elf, hat seine Wadenverhärtung überwunden und darf trainieren. Foto: dpa

Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft hatte sich am vergangenen Freitag beim 3:0-Sieg im Testspiel gegen Kolumbien nach einem Schlag auf die rechte Wade eine Muskelverhärtung zugezogen. Da Ballack nach eigenen Angaben das Wochenende nach dem Spiel lieber mit der Familie verbringen wollte, sei er zunächst nicht behandelt worden.

Muskelverhärtungen sind Verspannungen in großen Muskelarealen, die gehäuft bei Leistungssportlern und nach intensivem Krafttraining entstehen. Die erste Reaktion auf solch eine Verletzung ist eine Trainingspause. Wärmebehandlungen mit Fango, detonisierende Massagen und physiotherapeutische Übungstherapien fördern zusätzlich die Durchblutung und senken den Muskeltonus.

Medikamentös kann an der betroffenen Stelle ein Lokal-anästhetikum injiziert und das Areal zusätzlich mit Diclofenac-Salbe eingerieben werden, empfiehlt der Sportmediziner Dr. Theo Steinacker aus Lüdenscheid.

Ballack selbst erklärte, daß die Verhärtung immer weiter nachlasse. "Ich gehe davon aus, daß ich am Freitag spielen kann."

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