Ärzte Zeitung, 15.09.2008

Koma-Säufer kosten die Kassen viel Geld

KÖLN (akr). Der Alkoholkonsum von Jugendlichen bis zur Bewusstlosigkeit ist nicht nur ein gesundheitsschädlicher Zeitvertreib, sondern kostet die Krankenkassen auch viel Geld. Das geht aus einer Umfrage des Jugendsenders des Westdeutschen Rundfunks "Eins Live" unter den vier größten Ersatzkassen, dem AOK Bundesverband und dem Bundesverband der Betriebskrankenkassen hervor.

Die befragten Kostenträger zahlten im vergangenen Jahr 11,6 Millionen Euro für Patienten unter 20 Jahren, die wegen der Hauptdiagnose "akuter Rausch" in der Klinik behandelt wurden. 2005 verursachten die so genannten Koma-Säufer noch Kosten in Höhe von 9,7 Millionen Euro. Die Kassen registrierten im vergangenen Jahr 20 400 Fälle, in denen junge Leute wegen eines Alkoholrausches ins Krankenhaus kamen. Die Bundesdrogenbeauftragte geht für den gleichen Zeitraum von 19 500 Fällen aus. Im Jahr 2005 hatten Kliniken noch 17 400 Fälle registriert.

[16.09.2008, 15:26:54]
Dipl.-Med Rainer Höhne 
Koma-Säufer kosten Geld?
Meine Meinung ist, wenn sich bewusstes Betrinken zur Krankenhausaufnahme führt, sollten die Verursacher auch dafür Zahlen! Die Kosten würden ganz schnell sinken ...! zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tumorpatienten bei Schmerztherapie unterversorgt

Viele Krebskranke erhalten keine adäquate Schmerztherapie. Das hat eine erste Analyse der Online-Befragung "PraxisUmfrage Tumorschmerz" ergeben. mehr »

ADHS-Arznei lindert Apathie bei Alzheimer

Eine Therapie mit Methylphenidat kann die Apathie bei Männern mit leichter Alzheimerdemenz deutlich zurückdrängen. mehr »

Zehn Jahre "jünger" durch Sport

Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt zehn Jahre jünger als ein Bewegungsmuffel. mehr »