Ärzte Zeitung, 06.06.2011

Vzbv rechnet mit Mehrkosten für Versicherte

BERLIN (eb). Eine Kostenwelle sieht der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mit dem anstehenden Versorgungsgesetz auf die gesetzlich Versicherten zurollen.

Die geplante Regionalisierung der Honorare werde vor allem bei den Ärzten in den alten Bundesländern Begehrlichkeiten wecken, sagte der Gesundheitsexperte des vzbv, Dr. Stefan Etgeton.

Von den jüngsten Verhandlungsrunden hätten nämlich die Ärzte in den neuen Ländern überproportional profitiert. Die Regierung sieht keine Gefahr von Honorarausweitungen. Der Topf bleibe gleich groß, sein Inhalt werde nur anders verteilt.

Die vom Gesetz vorgesehenen Strukturfonds, aus denen die KVen Anreize für Ärzte schaffen sollen, damit die sich in strukturschwachen Gebieten ansiedelten, hat Etgeton ebenfalls im Visier.

Damit werde der Abbau von Überversorgung nicht konsequent angegangen, sagt der Verbraucherschützer. Aus den Fonds müsse auch der Aufkauf von Praxen finanziert werden können.

Lesen Sie dazu auch:
Verbraucherschützer sieht Arzthonorare als Kostentreiber

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