Ärzte Zeitung online, 17.07.2012

Aids-Hilfe gegen Zwangstest

MAGDEBURG (dpa). Die Deutsche Aids-Hilfe protestiert gegen die im neuen Polizeigesetz von Sachsen-Anhalt geplante Möglichkeit von unfreiwilligen Aids-Tests.

"Ein solches Gesetz setzt Grundrechte außer Kraft", kritisierte der Verein am Montag.

Nach dem Entwurf, der am Freitag in den Landtag eingebracht wurde, sollen Aids-Tests auch gegen den Willen des Betroffenen möglich sein, wenn dieser zum Beispiel einen Polizisten oder Rettungshelfer verletzt hat.

Auch Sexualstraftäter sollen unter bestimmten Umständen zwangsweise untersucht werden können. Die Aids-Hilfe nannte das Vorhaben unverhältnismäßig.

In der Praxis sei nur in den seltensten Fällen nicht klar, ob eine Infektion vorliege oder wahrscheinlich sei.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »