Ärzte Zeitung online, 07.12.2017

Destatis

Mehr Schwangerschaftsabbrüche im dritten Quartal

WIESBADEN. In Deutschland haben seit Jahresbeginn bis Ende September mehr Frauen einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen. Die Zahl der Schwangerschaftabbrüche stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 76 900. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mit. Ob auch der Anteil der Abbrüche an der Gesamtzahl der Schwangerschaften gestiegen ist, wissen die Statistiker noch nicht. Dafür fehlen noch Bevölkerungszahlen. 2016 hatte es bei der Zahl der Schwangerschaftsabbrüche insgesamt einen leichten Rückgang gegeben.

Etwa 24 700 Frauen ließen von Juli bis September 2017 eine Schwangerschaft beenden – auch das entsprach einem Plus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Drei Prozent von ihnen waren minderjährig, acht Prozent älter als 40 Jahre.

Rund 40 Prozent der Schwangeren, die einen Abbruch haben vornehmen lassen, hatten noch kein Kind. Fast alle (96 Prozent) der gemeldeten Abbrüche im dritten Quartal 2017 wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Bei den anderen Schwangerschaftsabbrüchen waren es medizinische oder kriminologische Gründe. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Neue Hoffnung auf wirksame Alzheimer-Therapie

Lässt sich der Krankheitsverlauf bei Alzheimer mittels Antikörper doch bremsen? Erstmals deutet sich ein solcher Erfolg in einer größeren Studie an. Das weckt Hoffnungen. mehr »

Was die Datenschutz-Folgenabschätzung ist

Praxen, Kliniken und MVZ, die in großem Stil Patientendaten verarbeiten, müssen laut DSGVO eine Datenschutz-Folgenabschätzung absolvieren. Medizinrechtler erläutern, wie das geht und was das überhaupt ist. mehr »

Tele-Hausarzt horcht aus der Ferne ab

Dr. Rafael Walocha betreut als Tele-Hausarzt Bewohner eines Pflegeheims per Video. Dabei kann er die Patienten sogar elektronisch auskultieren. Arzt und Patienten sind begeistert. mehr »