Ärzte Zeitung online, 05.09.2017

Nutzenbewertung

Einsparungen der GKV legen weiter zu

BERLIN. Seit dem Start der frühen Nutzenbewertung Anfang 2011 ist für 129 neue Arzneimittel ein Erstattungsbetrag festgesetzt worden. Das hat das Beratungsunternehmen Quintiles IMS mitgeteilt. Die Einsparungen durch diese verhandelten oder per Schiedsamt festgesetzten Preise zu Gunsten der GKV belaufen sich im ersten Halbjahr bereits auf 702 Millionen Euro. Im gesamten Vorjahr sind es rund 1,2 Milliarden Euro gewesen.

Im Marktsegment patentgeschützter Präparate beläuft sich der Umsatzanteil der AMNOG-Medikamente auf 31 Prozent. Bezogen auf den gesamten GKV-Markt macht der Anteil dieser Präparate 15 Prozent aus. Quintiles IMS hat bei dieser Kalkulation den Zeitraum von Juli 2016 bis Juni dieses Jahres zu Grunde gelegt.

Jeweils zehn Prozent der Umsätze von AMNOG-Präparaten entfallen auf antivirale Mittel in der Hepatitis-C-Therapie, auf Medikamente gegen Multiple Sklerose sowie auf Antidiabetika. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hepatitisviren lauern auf Fingernägeln und Nagelscheren

HBV-Infizierte sollten ihre Nagelscheren nicht mit anderen teilen – offenbar besteht ein Infektionsrisiko. Auch bei Zahnbürsten und Rasierapparaten gilt Vorsicht. mehr »

Aktionsplan soll Gesundheitskompetenz stärken

Gesundheitsinformationen sind in vielfältiger Form der Bevölkerung heute zugänglich. Doch mit der richtigen Einordnung und Umsetzung hapert es oft. Das soll sich ändern. mehr »

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können unter anderem das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »