Ärzte Zeitung, 24.09.2008

Weiterbildung

Regierung stärkt Weiterbildung in Hausarzt-Praxen

Angemessene und gleiche Vergütung, mehr Geld für unterversorgte Gebiete, zusätzliche Förderung: Auf diesen Nenner lassen sich die Pläne von CDU/CSU und SPD in der allgemeinmedizinischen Weiterbildung bringen.

Schluss machen will die Koalition dabei mit der unterschiedlichen Vergütung von allgemeinmedizinischen und fachärztlichen Weiterbildungsassistenten: Bisher erhalten junge Mediziner in Weiterbildung in den Hausarzt-Praxen oft nur halb so viel Geld wie ihre Kollegen in der Klinik.

Kassen, KBV und Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sollen daher jetzt eine "angemessene Vergütung" aller Assistenten aushandeln und in einem gemeinsamen Vertrag festlegen. Dabei ist das Benehmen mit der Bundesärztekammer herzustellen, heißt es im Änderungsantrag von Schwarz-Rot zum GKV-Solidaritätsstärkungsgesetz von 1998. Statt einer Begrenzung auf bisher höchstens 6000 sehen die Pläne der Koalition darüber hinaus künftig eine Untergrenze von 5000 Weiterbildungsstellen pro Jahr vor. (ble)

Lesen Sie dazu auch:
Nach der Reform ist vor der Reform - der Bundestag plant ein Regelungs-Potpourri
Ärzte-Altersgrenze: 68er-Regelung für Vertragsärzte fällt am 1. Oktober
Psychotherapeuten: Berlin will feste Quote für Kindertherapeuten
Enterale Ernährung: Koalition nimmt Krankenkassen stärker in die Pflicht

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »