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Vorsorgeprojekt soll Frühgeburtenrate im Norden senken

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KIEL (di). Am Vorsorgeprojekt "Willkommen Baby" beteiligen sich derzeit 160 Frauenärzte in Schleswig Holstein. Über 360 Schwangere haben sich für eine Behandlung durch das Spezialistennetzwerk entschieden - das soll aber erst der Anfang sein.

Um zehn Prozent wollen der Landesverband der Frauenärzte, die Ärztegenossenschaft Schleswig-Holstein und das Städtische Krankenhaus Kiel gemeinsam mit ihrem Vertragspartner DAK die Frühgeburtenrate im Land senken. Nach ihren Angaben kommen von den rund 22000 jährlich geborenen Kindern in Schleswig Holstein bislang 1550 als Frühchen zur Welt.

In dem Vorsorgeprojekt sollen Frauenärzte Schwangere mit einem Frühgeburtsrisiko auf Spezialzentren wie das Städtische Krankenhaus in Kiel verweisen. "Alle Anstrengungen müssen in der Prävention darauf gerichtet sein, Frühgeburten gar nicht erst eintreten zu lassen", sagte Dr. Markus Kuther, Chefarzt der Frauenklinik des Städtischen Krankenhauses Kiel.

Für die Kassen kosten die Behandlungen von Frühchen bis zu 120 000 Euro pro Baby. Häufigster Auslöser von Frühgeburten sind Infektionen der Scheide. Neben zusätzlichen Ultraschalluntersuchungen erhalten die Schwangeren Selbsttesthandschuhe, um eine veränderte Scheidenflora zu erkennen.

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