Ärzte Zeitung online, 07.11.2016

Ex-Personalchefin

Einigung mit der KBV außer Gericht?

BERLIN. Im Streit um die Kündigung der früheren KBV-Personalchefin Kerstin K. verhandeln die Parteien nun über eine außergerichtliche Einigung. Das teilte das Landesarbeitsgericht (LAG) Berlin mit.

K. ist Ehefrau des Ex-KBV-Chefs Andreas Köhler. Ihr wird wie berichtet vorgeworfen, das Ruhegehalt Köhlers ab September 2014 zu hoch angesetzt zu haben. Im Februar hatte das Arbeitsgericht Berlin die Kündigung bestätigt und Schadenersatzforderungen von K. in sechsstelliger Höhe wegen angeblich rufschädigender Presseberichte abgewiesen.Diese seien der KBV nicht zuzurechnen.

Mit einer Berufung vor dem LAG machte K. geltend, sie habe die Berechnung des Ruhegehalts entsprechend der maßgeblichen Vorgaben erledigt. Im Gegenzug verlangt nun die KBV Schadenersatz für aus ihrer Sicht überhöhte Honorarvereinbarungen mit Referenten und Rechtsanwälten.

Hierüber hat das LAG am Donnerstag verhandelt und dabei offenbar Verhandlungen über eine gütliche Einigung angestoßen. Kommt es zu keiner Einigung, will das LAG einen Verkündungstermin für sein Urteil ansetzen. (mwo)

Landesarbeitsgericht Berlin

Az.: 14 Sa 595/16 und 14 Sa 1211/16

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (19262)
Organisationen
KBV (7135)
Personen
Andreas Köhler (1256)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Sepsis – "häufigste vermeidbare Todesursache im Land"

Alle sechs bis sieben Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an einer Sepsis. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar. Ärzte, Patientenschützer und Politiker fordern jetzt: Die Blutvergiftung muss als Notfall akzeptiert werden. mehr »

"Hacker kommen wie durch eine offene Tür in Arzt-Systeme"

Nehmen niedergelassene Ärzte Gefahren durch Cyber-Angriffe ernst genug? Sie selbst glauben das mehrheitlich. Ein Sicherheitsexperte gießt Wasser in den Wein. mehr »