Ärzte Zeitung, 22.07.2009

Brüssel plädiert für Bündelung der Alzheimerforschung

BRÜSSEL (taf). Die Zahl der Alzheimer-Patienten in der Europäischen Union wird sich von derzeit sieben Millionen bis 2025 mehr als verdoppeln. Vor diesem Hintergrund wollen die EU-Kommissare für Gesundheit und Forschung Androulla Vassiliou und Janez Potocnik am heutigen Mittwoch in Brüssel dazu aufrufen, die Forschungsressourcen in der EU zu bündeln. Nötig seien "gemeinsame Anstrengungen der EU-Staaten, um die Krankheit besser zu verstehen und ihr vorzubeugen", sagte Vassiliou.

Um die Auswirkungen auf die EU-Sozialsysteme zu begrenzen, will Potocnik die Erforschung von altersbedingten Erkrankungen zu einem Schwerpunkt im EU-Forschungsrahmenprogramm machen. Zudem will die Kommission gemeinsame Forschungsprogramme unter den Mitgliedstaaten anstoßen, um Doppelarbeit zu vermeiden. Novum: Die Gelder sollen nicht nur aus dem EU-Haushalt kommen, sondern auch aus nationalen Forschungsbudgets.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Schmerzloses Impfen per Pflaster

Forscher arbeiten an Impfpflastern, mit denen sich Vakzinen schmerzfrei applizieren lassen, ganz ohne Nadel. Die Pflaster haben viele Vorteile und könnten für höhere Impfraten sorgen. mehr »

Hier tummeln sich die meisten Hausärzte

Die Arztdichte in einer Region ist relevant für die Entscheidung, wo Allgemeinmediziner sich niederlassen – gerade für junge Ärzte. Unsere Karte des Monats zeigt, wo die Konkurrenz zwischen Hausärzten am größten ist. mehr »

Welche Ärzte die schwierigsten Fälle haben

Welche ärztliche Fachgruppe hat die Patienten mit den komplexesten Fällen zu behandeln? Kanadische Forscher haben dies anhand von speziellen Markern untersucht – und eine Rangliste erstellt. mehr »