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Ärzte Zeitung, 12.10.2009

Solidarität bei der Verteilung der Impfstoffe gefordert

Die EU-Staaten wollen bei der Bekämpfung der Schweinegrippe weiterhin gemeinsame Wege gehen.

Von Thomas Friedrich

Solidarität
bei der Verteilung der Impfstoffe gefordert

LUXEMBURG. Auf ein gemeinsames Vorgehen bei der Pandemie verständigten sich die EU-Gesundheitsminister bei einer Sondertagung am Montagnachmittag in Luxemburg. Besonders bei der Verteilung der Impfstoffe unter den Mitgliedern wollen die EU-Staaten Solidarität üben. Derzeit verfügen zehn Mitgliedstaaten über keine oder nur unzureichende Impfstoffkapazitäten. Derzeit ist geplant, überschüssigen Impfstoff aus den großen Mitgliedsländern weiter zu verkaufen oder Entwicklungsländern zur Verfügung zu stellen. Außerdem schlägt die EU-Kommission den Gesundheitsministern vor, die Informationen über den Verlauf der Pandemie gemeinsam zu koordinieren.

Darüber hinaus regt Brüssel eine Zusammenarbeit bei der Impfstoffbereitstellung und dem zukünftigen Umgang mit Entwicklungsländern in Fragen von weltweiten Pandemien an. Die EU-Minister kamen überein, bei einer Pandemie verstärkt strategisch wichtige gesellschaftliche Bereiche wie das Transport-, Energie- und Telekommunikation zu sichern. Keine Einigkeit konnte darüber erzielt werden, wie Notfallpläne in Zukunft verbessert werden sollen. Die EU-Kommission soll hierzu entsprechende Vorschläge machen, die die Kompetenz der Mitgliedstaaten in der Gesundheitspolitik respektiert.

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