Ärzte Zeitung, 09.03.2011

Briten zu oft mit leichten Beschwerden in der Notaufnahme

LONDON (ast). Britische Patienten mit Bagatell-Erkrankungen gehen zu oft zu früh ins Krankenhaus. Darauf wiesen kürzlich Ärzteverbände hin.

Demnach kosten Patienten, die mit Erkältung, Kopfschmerzen oder eingewachsenen Fußnägeln in die Notfallaufnahmen der staatlichen Krankenhäuser gehen, den Steuerzahler jährlich umgerechnet mehr als 30 Millionen Euro.

Ärzte mahnten die Patienten, "nur im Notfall" in die Ambulanz zu gehen und öfter den Hausarzt zu konsultieren. In den Fokus der öffentlichen Spardebatte sind auch staatliche Impfprogramme und die Gesundheitsaufklärung zum Thema "Schweinegrippe" geraten.

Sie kosteten den Steuerzahler laut neuen Schätzungen umgerechnet rund 1,5 Milliarden Euro, retteten allerdings lediglich "zwischen 26 und 67 Patientenleben".

Das geht aus Zahlen des Londoner Gesundheitsministeriums hervor. Demnach verhinderten die gezielte Impfung von Risikopatienten und andere präventive Maßnahmen rund 10 000 Klinikeinweisungen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »