Spanien

Immer mehr Angriffe auf Ärzte

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MADRID. In Spanien nehmen die Übergriffe auf Ärzte zu. Nach Angaben des spanischen Ärzteverbands OMC wurden im vergangenen Jahr insgesamt 515 Ärzte verbal oder körperlich attackiert. Das entspricht einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr 2016 von rund vier Prozent.

Bei fast der Hälfte der Übergriffe handelte es sich um körperliche Angriffe. Doch auch Beleidigungen und verbale Beschimpfungen nehmen laut dem Ärzteverband in Spanien seit über drei Jahren kontinuierlich zu. Gründe dafür seien immer längere Wartelisten für Behandlungen, überfüllte Notaufnahmen und schlechtere Arbeitsbedingungen, so der OMC-Vorsitzende Serafín Romero.

Da die Wartelisten für Facharztbehandlungen in Spanien immer länger werden, würden Patienten häufig auch den Notdienst missbrauchen, um früher eine Facharztbehandlung zu erhalten. Das führe zu einer Überlastung der Notaufnahmen und chaotischen Zuständen, so Romero.

Hier kam es auch zur großen Mehrheit der Übergriffe, die zu 59 Prozent von Patienten ausgingen und zu 41 Prozent von deren Begleitern. (mame)

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