Ärzte Zeitung, 27.04.2011
 

Kommentar

Ich hab' Rücken - da gibt es Hilfe

Von Ilse Schlingensiepen

Chronische Rückenschmerzen sind kein Schicksal, in das sich Patienten fügen müssen. Mit interdisziplinären, individuell zugeschnittenen Behandlungskonzepten können Ärzte, Physiotherapeuten und Psychologen die Situation der Betroffenen deutlich verbessern. Das zeigen erste Erfahrungen aus einem Projekt zur integrierten Versorgung der Betriebskrankenkassen in NRW.

In Dortmund ist es den Behandlerteams gelungen, die gesundheitliche Situation der meisten arbeitsunfähigen Patienten deutlich zu verbessern. Viele von ihnen können wieder arbeiten oder zumindest an einer Wiedereingliederungsmaßnahme teilnehmen.

Entscheidend für den Erfolg sind offenbar zwei Faktoren: die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die kurzen Wege. Das Modell fußt auf der Kombination von medizinischer Versorgung, Physiotherapie, psychologischer Betreuung und Schulung der Patienten.

Alle an der Behandlung Beteiligten sind im selben Haus tätig. Das erleichtert die Zusammenarbeit und reduziert den Aufwand für die Rückenkranken. Die Patienten profitieren davon, dass Ärzte und Therapeuten bereit sind, über den Tellerrand ihrer jeweiligen Profession zu schauen und sich auf neue Strukturen einzulassen.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Dringend gesucht: Behandlungsteams für erfolgreichen Integrationsvertrag

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »

Jamaika – Paritätische Finanzierung ist vom Tisch

Ein neues Sondierungspapier zeigt: Die potenziellen Jamaika-Partner suchen nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner in der Gesundheitspolitik. mehr »