Ärzte Zeitung, 10.05.2016

Barmer GEK

Große regionale Unterschiede in der Zahnmedizin

BERLIN. Dr. Christoph Straub, Chef der Barmer GEK, beklagt eine Intransparenz der vertragszahnärztlichen Versorgung. Die Verteilung der Zahnärzte in der Fläche sei unbekannt, sagte Straub bei der Vorstellung des Zahnreports der Barmer GEK. Diese zu kennen sei wichtig, um Daten aus dem Report interpretieren zu können.

Die Autoren des Berichts hatten deutliche regionale Unterschiede in der Versorgung festgestellt. So waren 2014 in Bayern weniger als zehn Prozent der Einzelzahnkronen in der Regelversorgung angefertigt worden.

In Mecklenburg-Vorpommern hatten mehr als 30 Prozent der Patienten eine Krone außerhalb der Regelversorgung und damit höhere Zuzahlungen gewählt.

Damit entscheide sich eine deutliche Mehrheit der gesetzlich Versicherten gegen die qualitativ hochwertigste Versorgung, sagte Straub unter Bezug auf eine Beurteilung der Krankenversorgung durch die Deutsche Gesellschaft für prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien aus dem Jahr 2013.

Zahnärzte seien aufgefordert, objektiv über diese Sachverhalte zu informieren und sich intensiv an der zahnmedizinischen Versorgungsforschung zu beteiligen. (af)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Intensives Ausdauertraining bremst frühen Parkinson

Sport lohnt sich: Kommen Parkinsonkranke im frühen Stadium regelmäßig ins Schwitzen, bleiben ihre motorischen Fähigkeiten über mindestens ein halbes Jahr hinweg stabil. mehr »

Wo und wann sich Patienten im Krankenhaus wohlfühlen

Die Bertelsmann Stiftung hat untersucht, wo Patienten ihren Klinikaufenthalt am besten bewerten. Dabei fanden die Analysten interessante Zusammenhänge heraus. mehr »

Krebsüberlebende nach Infarkt oft untertherapiert

Patienten mit Herzinfarkt, die eine Krebsdiagnose in ihrer Anamnese stehen haben, erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie. Das wirkt sich auch auf die Mortalität aus. mehr »