Direkt zum Inhaltsbereich

Medizinklimaindex

Die Stimmung unter den Ärzten dreht

Besonders Zahnärzte blicken zufrieden auf ihre wirtschaftliche Situation. Bei Haus- und Fachärzten ist die Stimmung weit verhaltener. Insgesamt zeigt das Branchenbarometer Medizinklimaindex leicht nach oben.

Dirk SchnackVon Dirk Schnack Veröffentlicht:
Tendenz leichte Besserung: Der Medizinklimaindex als Branchenbarometer ist im Frühjahr 2016 wieder leicht ins Plus gedreht.

Tendenz leichte Besserung: Der Medizinklimaindex als Branchenbarometer ist im Frühjahr 2016 wieder leicht ins Plus gedreht.

© Gina Sanders / fotolia.com

HAMBURG. Der knapp in den Plusbereich gekletterte aktuelle Medizinklimaindex (MKI) zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Berufsgruppen bei der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage (wie kurz berichtet).

Die Zahnärzte sind laut MKI mit einem Pluswert von 28,5 äußerst positiv gestimmt. Ärzte zeigen sich in ihrer Stimmungslage dagegen deutlich verhaltener.

Die Hausärzte kommen auf einen Gesamtwert von lediglich plus 0,3. Aktuell schätzt ein Drittel von ihnen die wirtschaftliche Lage als gut ein, gut die Hälfte ist zufrieden und 13 Prozent empfinden die Situation als schlecht.

Jeder zehnte Hausarzt erwartet für die kommenden sechs Monate eine Verbesserung, 59 Prozent Kontinuität und 31 Prozent rechnen im Vergleich zur aktuellen Lage mit einer Verschlechterung.

Negativer ist die Stimmung unter den Fachärzten (minus vier), was vor allem an den Zukunftserwartungen liegt. Denn die aktuelle Situation stuft auch hier ein Drittel als gut ein und etwas mehr als die Hälfte ist zufrieden. 16 Prozent der Fachärzte bezeichnen ihre aktuelle wirtschaftliche Situation als schlecht.

Aber nur sechs Prozent von ihnen rechnen für das kommende Halbjahr mit einer Verbesserung, 32 Prozent dagegen mit einer Verschlechterung. 62 Prozent erwarten Kontinuität.

Optimistische Zahnärzte

Noch schlechter als bei den Fachärzten ist die Stimmung bei den psychologischen Psychotherapeuten (minus 10,5).

Sehr zufrieden zeigen sich dagegen die Zahnärzte, von denen aktuell 57 Prozent die wirtschaftliche Situation als gut bezeichnet und nur fünf Prozent als schlecht. Jeder fünfte Zahnarzt erwartet außerdem eine weitere Verbesserung.

Verglichen mit anderen Branchen bleibt die Stimmung im Medizinsektor mit insgesamt 0,2 aber verhalten. Die MKI wird halbjährlich im Auftrag der Stiftung Gesundheit erhoben. Ein Plus hat der Gesamtwert erst zum dritten Mal erreicht. Im Frühjahr 2015 war der Medizinklimaindex mit plus 6,2 auf einen Rekordwert gestiegen, im Herbst dann aber wieder auf minus 5,1 zurückgefallen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Praktische Tipps

Aufgebrachte Patienten? Wie Praxisteams sicher deeskalieren

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Progression bremsen

Rhythmuskontrolle bei Vorhofflimmern: Wann initiieren?

Mögliche Glutenquelle

Wie riskant ist ein Zungenkuss bei Zöliakie?

Lesetipps
Syphilis-Läsion im Mund einer infizierten Person.

© CID / Science Photo Library

Kein Herpes, kein Krebs

Was steckte hinter den schlecht heilenden Ulzera im Mund?

Illustration von einer Person mit einem schwarzen Knäuel statt eines Kopfes.

© Khosrork / Getty Images / iStock

Neurodivergenz

ADHS in der Hausarztpraxis: Hinweise für die Diagnostik