Ärzte Zeitung, 22.10.2008

Kommentar

Ovarstimulation nicht ohne Risiken

Von Ingrid Kreutz

Auch bei einfachen Techniken der Reproduktionsmedizin wie der Ovarstimulationsbehandlung ist mit großen Risiken zu rechnen wie einer höhergradigen Mehrlingsschwangerschaft. Wenn zu viele Eizellen während der Hormonbehandlung heranreifen und es dann zum Geschlechtsverkehr kommt, ist die Gefahr für Mehrlinge hoch.

Um so etwas zu verhindern, braucht es sehr viel Fingerspitzengefühl seitens der behandelnden Ärzte. So gilt es, Paare trotz ihres großen Kinderwunsches zu überzeugen, dass es besser ist, mit dem Geschlechtsverkehr noch zu warten, wenn im ersten Zyklus mehr als zwei Follikel heranreifen. Und es gilt plausibel zu machen, wie riskant Mehrlingsschwangerschaften für Mütter und Kinder sind.

Lesen Sie dazu auch:
Mehrlingsgeburten sind riskant und oft vermeidbar

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

"Die Haltung der Kassen ist irrational"

Die Vertragsärzte kauen schwer am schwachen Ergebnis der Honorarverhandlungen für 2018. Es sei fraglich, ob der aktuelle Mechanismus auf Dauer ein geeignetes Preisfindungsinstrument sei, so KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »