Ärzte Zeitung, 12.02.2015

PID-Kommission

Saarland signalisiert Zustimmung

SAARBRÜCKEN. Das Saarland tritt dem Verbund von sechs Bundesländern zur Schaffung einer gemeinsamen Ethikkommission aller Voraussicht nach bei.

Der saarländische Landtag hat dafür am Mittwoch den Weg frei gemacht. Die Abgeordneten beschlossen in erster Lesung einstimmig, einem entsprechenden Staatsvertrag mit den anderen Bundesländern zuzustimmen.

Vor der endgültigen Entscheidung wird der entsprechende Gesetzesvorschlag der Landesregierung aber noch im zuständigen Gesundheitsausschuss weiter beraten.

Die neue Ethikkommission soll Anträge für die Präimplantationsdiagnostik (PID) prüfen. Hintergrund ist ein schon 2011 verabschiedetes Bundesgesetz, nach dem die Länder Ethik-Kommissionen gründen müssen, an die sich Paare wenden können.

Danach hat der Gesetzgeber Gentests im Grundsatz zwar verboten, Ausnahmen aber zugelassen. Über diese Ausnahmen soll die Ethik-Kommission entscheiden. Das neue Gremium soll seinen Sitz bei der Landesärztekammer Baden-Württemberg haben.

Daran wollen sich auch die Länder Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen beteiligen.

Im Norden gibt es ebenfalls einen Verbund von sechs Ländern, deren Ethikkommission bei der Ärztekammer Hamburg angesiedelt ist.

Die Einrichtung für Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein hat vor einem Jahr ihre Arbeit aufgenommen. (kin)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »