Ärzte Zeitung, 22.12.2008

Aufklärung soll Ängste beim Thema Organspende abbauen

Kammer Hessen reagiert auf Rückgang der Spendezahl

FRANKFURT/MAIN (ine). Die Landesärztekammer Hessen will verstärkt über Organspenden aufklären. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2008 sei die Zahl der Spender um 59 Prozent zurückgegangen, so Kammerpräsident Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach. Mit mehr Transparenz und Information ließen sich mögliche Ängste in der Bevölkerung abbauen. Zudem käme Kliniken bei dem Thema Organspende eine zentrale Rolle zu.

Derzeit gebe es in Hessen 144 Transplantationsbeauftragte, die zwischen Intensivstationen und der Deutschen Stiftung für Organtransplantation vermittelten. Von Knoblauch kritisierte, dass an vielen Kliniken aufgrund der kritischen Personalsituation und der Arbeitsverdichtung keine Transplantationen gemacht würden.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

In Deutschland gibt es"weder Hölle noch Paradies"

Die Lebensumstände in Deutschland sind weitgehend gleichwertig - gemessen an 53 Indikatoren, die etwa Gesundheit, Arbeit und Freizeit berücksichtigen, so der "Deutschland-Report". mehr »

Wenn Welten aufeinandertreffen

Die urologische Versorgung in Ghana findet nur sehr eingeschränkt statt. Der Verein "Die Ärzte für Afrika" unterstützt sechs Kliniken vor Ort – eine Herzensangelegenheit. mehr »

Schlaganfall im Schlaf – Wann ist Thrombolyse möglich?

Liegt der Symptombeginn bei Schlagfall einige Stunden zurück, kommt eine Thrombolyse eigentlich nicht infrage. Forschern ist es nun gelungen, Patienten für die Therapie auszuwählen, auch ohne den Zeitpunkt des Insults zu kennen. mehr »