Ärzte Zeitung online, 23.05.2017
 

Prävention

Betriebskrankenkassen: Früh ansetzen, lebenslang Krankheiten verhindern

MÜNCHEN. Um der Krankheitsentstehung in der frühen Kindheit vorzubeugen, haben die Betriebskrankenkassen (BKK) ein Präventionsprojekt für die Altersgruppe der Drei- bis Sechsjährigen etabliert. Der gesundheitsfördernde Ansatz soll am Beziehungsgeflecht von Kindern, Eltern, Ärzten sowie Erziehern anknüpfen und ist vom BKK Landesverband Bayern und dem Staatsinstitut für Frühpädagogik in München entwickelt worden.

Aus der Bindungsforschung ist bekannt, dass der feinfühlige und vertrauensvolle Umgang mit Kindern essenziell für deren lebenslange Entwicklung ist. Das BKK-Projekt setzt deshalb bei der frühkindlichen Entwicklung als Grundstein für ein gesundes Leben an. "Die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes mellitus Typ 2 oder einer koronaren Herzerkrankung zu erkranken, nimmt um das Zwei- bis Vierfache zu, wenn in der frühen Kindheit mehrere Belastungsfaktoren zusammenkommen, die aber im Laufe des Lebens nicht erkannt und verarbeitet wurden", so Sigrid König, Vorstand des BKK Landesverbandes Bayern.

Dr. Julia Berkic vom Staatsinstitut für frühkindliche Entwicklung zufolge sind viele Eltern gut über die Bedeutung einer sicheren Bindung in den ersten beiden Lebensjahren informiert. Deutlich weniger Information gibt es jedoch für die älteren Kleinkinder. Dort setzt das vorliegende Präventionskonzept an, das gezielte Angebote für eine gesundheitsfördernde Entwicklung in dieser Altersgruppe bis sechs Jahre beinhaltet." Hierfür wurde eine 32-seitige Broschüre mit dem Titel "Feinfühligkeit von Eltern und Erzieherinnen" erstellt. (ras)

Weitere Informationen unter:www.bkk-bayern.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wie Grippeviren ihr Erbgut steuern

Forscher haben nachgewiesen, wie Gene von Influenza-A-Viren an- und abgeschaltet werden. Die Erkenntnisse sollen die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben. mehr »

6000 Euro Strafe für Informationen über Abtreibung

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat das Amtsgericht Gießen am Freitag eine ortsansässige Allgemeinärztin zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt. mehr »

Mehr Transparenz soll die Wogen der SPRINT-Studie glätten

Der Streit um die SPRINT-Studie hält an. Im Fokus steht die genutzte Methode der Praxisblutdruckmessung, um die sich Gerüchte rankten. Jetzt hat die SPRINT-Gruppe für mehr Transparenz gesorgt. mehr »