Ärzte Zeitung online, 13.07.2018

Prävention

Hessen will HPV in Impfstrategie aufnehmen

WIESBADEN. "Das ist keine reine Mädchensache!" – Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner (CDU) begrüßt die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO), jetzt auch Jungen zwischen neun und vierzehn Jahren gegen das HPV-Virus impfen zu lassen. "

Das ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen ein Virus, das sowohl bei Frauen als auch Männern Krebs auslösen kann", sagte er.

Neben dem Appell an Eltern, sich über den Impfschutz beraten zu lassen, will das Land Hessen laut Grüttner aber auch selbst einen stärkeren Beitrag zur Aufklärung leisten.

"Derzeit prüfen wir, wie wir die Hessische Impfstrategie weiter verbessern und die Schulen insgesamt besser erreichen können mit der Impfberatung – dann auch mit Blick auf HPV", so der Minister. "Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirkungsvollsten Schutzmaßnahmen gegen schwere Krankheiten."

Bereits seit 2007 empfiehlt die STIKO die HPV-Impfung von Mädchen. Bislang wird die Impfung in Deutschland aber eher schlecht angenommen.

Nur etwa 30 bis 40 Prozent der Mädchen lassen sich damit schützen. Und das obwohl Gebärmutterhalskrebs die dritthäufigste Krebserkrankung bei Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren ist. (reh)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Stromstimulation hilft Gedächtnis auf die Sprünge

US-Forscher haben mit einer speziellen Wechselstromstimulation das Arbeitsgedächtnis von über 60-Jährigen auf das Niveau von 20-Jährigen gehoben – zumindest für kurze Zeit. mehr »

Aufklärung alleine verpufft

Nicht nur zu Ostern locken Schokolade und Co.: Laut DONALD-Studie liegt der Zuckerverzehr gerade bei Kindern und Jugendlichen noch immer über der WHO-Empfehlung. Forscher sehen hier die Politik in der Pflicht. mehr »

Länger geguckt, eher gekauft

Menschen treffen irrationale Kaufentscheidungen, so eine Studie: Allein eine lange Betrachtungsdauer lässt Personen eher zugreifen – selbst, wenn das Produkt schlecht ist. mehr »