Ärzte Zeitung online, 06.11.2015

Psychotherapeuten

Online-Therapie kann nur Ergänzung sein

BERLIN. Einen differenzierten Umgang mit Online-Therapieprogrammen in der Psychotherapie mahnt die Deutsche Psychotherapeutenvereinigung (DPtV) an.

Herkömmliche Therapien mit dem persönlichen Kontakt zwischen Therapeut und Patient durch internetbasierte Verfahren zu ersetzen sei weder therapeutisch noch ethisch zu rechtfertigen, so die DPtV-Vorsitzende Dr. Barbara Lubisch. Versuche der Krankenkassen auf diese Weise Geld zu sparen, gingen zulasten der Versicherten.

"Persönliche Erstgespräche, Diagnostik und eine Face-to-Face-Behandlung können durch Online-Programme begleitet, aber nicht ersetzt werden", sagt Lubisch. Zuletzt hatten die DAK und die Techniker Krankenkasse Erfolge bei der Onlinetherapie gemeldet. DAK-Chef Professor Herbert Rebscher hatte allerdings betont, Onlineprogramme könnten eine Therapie nur ergänzen. (chb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Herzschutz-Effekt durch spezielle Fischöl-Kapseln

Die Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren hat in der REDUCE IT-Studie eine erstaunliche Wirkung entfaltet. Zu einem anderen Ergebnis kommt die Studie VITAL. mehr »

Diabetes-Strategie zum Greifen nah

Der gezielte Kampf gegen Diabetes könnte schon bald konkrete Formen annehmen. Zum Welt-Diabetestag am 14. November zeichnet sich zwischen Union und SPD ein Kompromiss für eine nationale Diabetes-Strategie ab. mehr »

Der Gesundheitsminister will das E-Rezept

Krankenkassen, Ärzte und Apothekerschaft sollen in ihren Rahmenverträgen das elektronische Rezept ermöglichen. Eine entsprechende gesetzliche Verpflichtung soll bis 2020 stehen. mehr »