Ärzte Zeitung, 09.01.2014

Sterbehilfe

Reimann will keine isolierte Regelung

BERLIN. SPD-Politikerin Carola Reimann hat dafür geworben, über ein neues Gesetz zum Verbot von Sterbehilfe ohne Fraktionszwang abzustimmen.

"Wir brauchen eine breite gesellschaftliche Debatte für dieses komplexe Thema und keine isolierte Verbotsregelung", sagte Reimann der "Ärzte Zeitung".

In der Vergangenheit sei man immer gut gefahren, wenn Themen von existenzieller Bedeutung im Parlament über Gruppenanträge geregelt worden seien. "Das wäre ein für dieses Thema angemessenes Verfahren", so Reimann.

Bereits in der letzten Legislaturperiode hatte es einen Vorstoß zum Verbot gewerbsmäßiger Sterbehilfe in Deutschland gegeben. Ein entsprechender Entwurf aus dem damals FDP-geführten Justizministerium ist dann jedoch an der Union gescheitert - ihr ging der Entwurf nicht weit genug.

Jetzt soll es im Bundestag eine neue Debatte dazu geben. (sun)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

So stark ist die Macht des ärztlichen Wortes

Ärztliche Überzeugungsarbeit macht Therapien wirksamer. Umgekehrt können unbedachte Äußerungen dem Patienten schaden. Etliche Studien belegen diese Placeboeffekte. mehr »

Weiterhin Unklarheit zu Bewertungsportalen

Das Recht auf Informationsfreiheit auf der einen Seite, das Recht auf freie Berufsausübung auf der anderen – der Bundesgerichtshof hat zur Löschung von Einträgen bei Arztbewertungsportalen verhandelt. mehr »

Das sind die Folgen eines Kaiserschnitts

Die Zahl der Kaiserschnitte nimmt seit einigen Jahren weltweit zu. Das hat für Mütter und Babys Vor- und Nachteile. Welche das sind, haben Wissenschaftler zusammengefasst. mehr »