Ärzte Zeitung App, 16.09.2014

Sterbehilfe

Lauterbach fordert Hilfe von Ärzten ein

BERLIN. Karl Lauterbach und Carola Reimann, beide stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, arbeiten mit Bundestagsvizepräsident Peter Hintze (CDU) an einem Gruppenantrag zur Neufassung der Sterbehilfe. "Assistenz zum Suizid sollten, wenn möglich, nur Ärzte leisten", sagte Lauterbach in einem Gespräch in Berlin.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe will palliative Angebote ausbauen: "Wir schulden Menschen in ihrer letzten Lebensphase menschliche Zuwendung und medizinische Hilfe", sagte er bei einem Klinikbesuch in Berlin. Lauterbach plädiert dafür, Beihilfe zur Selbsttötung in engen Grenzen zu erlauben.

Die große Gefahr sei, dass Ärzte aus Rechtsunsicherheit Patienten mit Suizid-Wunsch meiden und nicht behandeln wollten. Für viele der Patienten sei Palliativmedizin keine Alternative Sie wollten ihr Leben nicht bis zum Ende leben. "Dies von den Menschen zu erwarten, ist ideologisch", sagte Lauterbach. (wer)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Herpes-Viren unter Alzheimerverdacht

Die Virus-Hypothese erhält neue Nahrung: Herpesviren könnten mit einer Alzheimererkrankung zusammenhängen. Eine Reaktivierung der Viren könnte die Krankheit befeuern. mehr »

Das alles muss das Verarbeitungsverzeichnis enthalten

Zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung müssen Arztpraxen ein "Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten" anlegen. Was darin alles aufgeführt werden muss, fassen zwei Medizinrechtler zusammen. mehr »

Übermüdete Teens oft adipös und hyperton

Sowohl zu kurzer als auch schlechter Schlaf erhöht bei Jugendlichen das kardiometabolische Risiko. In der bisher größten Studie zum Thema wirkten sich entsprechende Defizite negativ auf Taillenumfang, Blutdruck und Lipide aus. mehr »