Ärzte Zeitung, 01.10.2015

Sachsen

Neun Prozent mehr Krebsfälle in vier Jahren

DRESDEN. Bei Patienten in Sachsen wird häufiger Krebs festgestellt. So diagnostizierten niedergelassene Ärzte 2014 insgesamt 110.500 Mal eine Krebserkrankung, 2011 waren es 9000 Fälle weniger gewesen, wie die Barmer GEK mit Verweis auf ihre Versichertendaten mitteilte.

Das entspricht einer Zunahme von rund neun Prozent in vier Jahren. Betroffen waren bei Männern am häufigsten die Haut, die Prostata, der Darm und die Lunge; bei Frauen die Haut, die Brust und der Darm.

In rund der Hälfte der Fälle wurde eine gutartige Variante festgestellt, die übrigen rund 20 Prozent galten als unsichere Diagnosen oder es wurde ein Krebs festgestellt, der nicht wuchert.

Vor allem Männer nehmen in Sachsen nur selten die Möglichkeiten zur Früherkennung wahr: Laut Kasse nutzen nur etwa zwölf Prozent die Vorsorgeuntersuchungen.

Bei Frauen nimmt fast jede zweite (46 Prozent) Angebote zur Früherkennung wahr. (lup)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hunde im MRT hygienischer als bärtige Männer

Ist es hygienisch, Hunde in MRT-Scanner zu legen, mit denen primär Menschen untersucht werden? Ja, legt eine Studie nahe: Bärtige Männer bergen höhere Kontaminationsrisiken. mehr »

Starke Konzentration wird im Fall Valsartan zum Klumpenrisiko

Noch ist die Risikobewertung im Fall Valsartan nicht abgeschlossen. Aber der Vorgang zeigt die Risiken der starken Marktkonzentration. mehr »

Die Gesundheit der Bombenkinder

Seit Jahrzehnten berichten viele Hibakusha – so nennt Japan seine Atombombenopfer – regelmäßig vor Schülern und Interessierten aus dem In- und Ausland von dem Grauen, das sie und ihre Angehörigen erlebten. mehr »