Ärzte Zeitung, 04.06.2009

Nicht ganz ungefährlich

Unternehmensanleihen und Beteiligungen

Nicht ganz ungefährlich

Wer in Unternehmensanleihen, Zertifikate und Beteiligungen investiert, sollte sich der unternehmerischen Risiken bewusst sein.

Frage: Was halten Sie von Unternehmensanleihen?

Antwort: Anstatt sich über Bankkredite zu finanzieren, geben einige Firmen Unternehmensanleihen heraus. Mit 2 bis 3 Jahren Laufzeit bieten sie oft eine attraktive Rendite.

Frage: Was ist mit meiner Unternehmensanleihe, wenn die Firma pleite geht?

Nicht ganz ungefährlich

"Sie müssen das Produkt verstehen, das Sie kaufen."
Stefan Kopp Privatkundenberater

Antwort: Für den Anleger ist es nicht immer leicht, das Risiko einer Unternehmensanleihe einzuschätzen. Am Beispiel GM sieht man, dass auch große Firmen nicht vor Insolvenz geschützt sind. Wenn Sie beispielsweise GM-Anleihen haben, sieht es nicht gut aus. Im schlimmsten Fall ist Ihr Geld verloren.

Frage: Ich habe Haus und Praxis abbezahlt, bin 47 Jahre alt, und habe nun 100 000 Euro zur Anlage frei. Was halten Sie von Zertifikaten auf den Eurostoxx?

Antwort: Ja, aber nicht mit Deckelung (cap), da dies die Ertragsmöglichkeiten beschränkt. Sie sollten Zertifikate aber nur als Beimischung zur Geldanlage nehmen. Setzen Sie nicht alles auf ein Pferd. Und: Sie müssen das Produkt verstehen, das Sie kaufen.

Frage: Wie stehen Sie zu geschlossenen Beteiligungen?

Antwort: Das hängt vom konkreten Angebot ab. Bedenken Sie, dass das eingesetzte Kapital langfristig gebunden ist. Letztlich handelt es sich um unternehmerische Beteiligungen mit entsprechenden Risiken.

Lesen Sie dazu auch:
Telefonaktion: Immobilien und Anleihen Renner bei Ärzten
Ärzte gehen auf Nummer sicher: Immobilien und Anleihen sind die Renner

Altersvorsorge:
Die Altersvorsorge gehört auf mehrere Säulen!

Aktien:
Ein bisschen Risiko muss sein

Staatsanleihen:
Wenig Rendite - viel Sicherheit

Immobilien:
Für Sicherheitsbewusste

Topics
Schlagworte
Finanzen/Steuern (10606)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hepatitisviren lauern auf Fingernägeln und Nagelscheren

HBV-Infizierte sollten ihre Nagelscheren nicht mit anderen teilen – offenbar besteht ein Infektionsrisiko. Auch bei Zahnbürsten und Rasierapparaten gilt Vorsicht. mehr »

Aktionsplan soll Gesundheitskompetenz stärken

Gesundheitsinformationen sind in vielfältiger Form der Bevölkerung heute zugänglich. Doch mit der richtigen Einordnung und Umsetzung hapert es oft. Das soll sich ändern. mehr »

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können unter anderem das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »