Ärzte Zeitung online, 07.11.2017
 

Maklerprovision

Finanzgericht bricht Lanze für Studenten

HANNOVER. Studierende können Zahlungen, die ihre Eltern im Zuge der Wohnungssuche am Studienort geleistet haben, absetzen. Darauf weist der Infodienst Recht und Steuern der LBS mit Blick auf ein Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichts hin (Az.: 1 K 169/15).

Im konkreten Fall habe eine junge Frau in Frankfurt ihr Medizinstudium aufgenommen. Da sie selbst nicht in der Lage gewesen wäre, eigenständig für die finanzielle Belastung aufzukommen, hätten die Eltern ausgeholfen – unter anderem, indem sie die Wohnung stellvertretend für die Tochter anmieteten und für Maklerkosten bei der Vermittlung der Mietwohnung in Höhe von 1100 Euro aufkamen. Die Tochter machte die Maklerprovision laut LBS als vorweggenommene Werbungskosten geltend. Der Fiskus habe das nicht anerkannt.

Die Richter sahen kein Problem darin, diese Werbungskosten zu akzeptieren. Die Anmietung einer Wohnung sei nötig gewesen und die Inanspruchnahme eines Maklers üblich, um ein geeignetes Objekt zu finden. Dass die Eltern die Summe bezahlt hätten, stelle einen abgekürzten Vertragsweg dar und spiele für die Absetzbarkeit keine Rolle. (maw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tausende HPV-Tumoren pro Jahr sind vermeidbar

Viele Krebserkrankungen in Deutschland ließen sich durch einen HPV-Schutz vermeiden, so RKI-Berechnungen. Das Institut rät zum Impfen - das könnte auch bei Jungen sinnvoll sein. mehr »

Mit Kohlenhydrat-Tagen die Insulinresistenz durchbrechen

Typ-2-Diabetiker mit schwerer Insulinresistenz können vom Prinzip einer hundert Jahre alten Haferkur profitieren. Erfahrungsgemäß sprechen 70 Prozent der Betroffenen darauf an. mehr »

Kliniken in Nordrhein sind Vorreiter beim E-Arztbrief

Der Klinikbetreiber Caritas Trägergesellschaft West zählt zu den Vorreitern des elektronischen Arztbriefes über KV-Connect. Viele Niedergelassene sind bereits angeschlossen. mehr »