Ärzte Zeitung, 28.12.2016

Die neue Ärzte-Generation

Was sie hofft, was sie fordert

Wer rückt nach, wenn erfahrene Praxischefs in Rente gehen?  Vier junge Mediziner trafen sich bei einem Redaktionsgespräch.

Was sie hofft, was sie fordert

Was sie hofft, was sie fordert

NEU-ISENBURG. Junge Allgemeinärzte schauen zuversichtlich und selbstbewusst in die Zukunft; Allgemeinmedizin ist ein aus sich heraus attraktives Fach. Das war der Tenor eines Redaktionsgesprächs der "Ärzte Zeitung" mit vier jungen Medizinern. Die Medizinstudentin Lara Xanthopoulus, die Ärztin in Weiterbildung Dr. Sofia Reincke sowie die beiden niedergelassenen Allgemeinärzte Dr. Christian Schulze und Dr. Kai-Alexander Dähmlow ziehen darin eine gemischte Bilanz ihrer Aus- und Weiterbildung.

Deutlich wird der – trotz aller Bemühungen – nach wie vor schlechte Stand der Allgemeinmedizin im Fächerkanon: "Wollen Sie nicht etwas Richtiges lernen", kommentierten Dozenten ihre Entscheidung für die Allgemeinmedizin, berichtet Xanthopoulus.

Differenziert wird in der Gesprächsrunde eine stärker obligatorische Verankerung der Allgemeinmedizin im Studium bewertet. Es habe einen "faden Beigeschmack", über Zwang junge Ärzte für ein Fach begeistern zu wollen, sagt Schulze. Hinzu kommt, dass sehr viel von der Qualität der Lehre vor Ort abhängt, ergänzt Reincke. Ohne Pflicht läuft im Medizinstudium nichts, entgegnet die Studentin Xanthopoulus.

Auch in der Weiterbildung sehen junge Ärzte noch viel Luft nach oben: Sie sei inhaltlich oft überfrachtet, gleichzeitig kämen wichtige Themen wie die Gesprächsführung zu kurz. Durchweg gute Noten geben die jungen Ärzte dem ambulanten Weiterbildungsabschnitt – schon allein wegen der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Positiv schildern sie ihre Erfahrungen oder ihre Perspektive auf die Niederlassung: bessere Work-Life-Balance als in der Klinik sowie ökonomische Sicherheit. "Als niedergelassener Hausarzt weiß ich, dass es mir immer gut gehen wird", ist Schulze überzeugt. (fst)

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[28.12.2016, 10:45:39]
Henning Fischer 
"Als niedergelassener Hausarzt weiß ich, dass es mir immer gut gehen wird", ist Schulze überzeugt.

1) Realitätsverlust?

2) keine Ahnung?

3) extreme Flexibilität, was die Bedeutung von "gut" angeht?

Aber man kann ja auch mal Glück haben

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