Ärzte Zeitung online, 12.01.2012

Hygiene-Experte kritisiert Bremer Klinikum

BREMEN (dpa). Das Bremer Klinikum Mitte, in dem Frühchen an einem Keim gestorben sind, hätte nach Ansicht eines Hygiene-Experten früher reagieren müssen.

Bereits von Januar bis März 2011 hatten sich sieben Kinder mit multiresistenten Keimen auf der Frühchen-Station infiziert.

"Das ist sehr auffällig", sagte Professor Thomas Eikmann am Donnerstag im parlamentarischen Untersuchungsausschuss der Bremer Bürgerschaft, der den Tod mehrerer Frühchen im Klinikum untersucht.

Eikmann ist Direktor des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin der Universität Gießen. Wegen der MRSA-Keime habe die Hygienekommission des Klinikums vereinbart, Maßnahmen entsprechend des Hygieneplans umzusetzen.

"Wenn ich das lese, werde ich unruhig", sagte Eikmann. Der Hygieneplan müsse schließlich immer eingehalten werden.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Mikroben – Heimliche Heiler

Jede zweite Zelle in und auf uns gehört einer Mikrobe. Durch die erfolgreiche Behandlung mit fäkalen Mikrobiota – zum Beispiel bei Autismus – hat die Mikrobiomforschung an Fahrt gewonnen. mehr »

Junge Besucher waren "Verjüngerungskur für DGIM"

Die "Ärzte Zeitung" hat den letzten DGIM-Kongresstag mit der Kamera begleitet. Tagungspräsident Sieber hat uns dabei Rede und Antwort gestanden – und erzählt, was ihn in den Tagen begeistert hat. mehr »

628 Kliniken soll Geld gestrichen werden

Hunderte Krankenhäuser sollen nach einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses keinen Zuschlag mehr für die Notfallversorgung erhalten. mehr »