Ärzte Zeitung online, 01.04.2014

Vivantes

Gewerkschaft gegen Konzerntarifvertrag

Die Gewerkschaft Verdi will Vivantes im Flächentarifvertrag halten - und sogar den Zuständigkeitsbereich ausweiten.

BERLIN. Den Plänen für einen eigenen Konzerntarifvertrag beim kommunalen Klinikriesen Vivantes erteilt die Gewerkschaft ver.di eine klare Absage.

"Wir sind zwar auch der Auffassung, dass die Pflege insgesamt aufgewertet werden muss. Aber wir wollen nicht, dass im Gegenzug alle anderen Berufsgruppen abgewertet werden", sagte Landesfachbereichsleiterin Meike Jäger der "Ärzte Zeitung". Ein Haustarifvertrag, wie ihn sich die Klinikleitung vorstellt, sei mit ver.di nicht zu machen.

Im Gegenteil: ver.di will in Zukunft auch die Beschäftigten der ausgegliederten und neu gegründeten Vivantes Konzerntöchter in den Flächentarifvertrag holen. "Die gute Beteiligung an den bisherigen Warnstreiktagen macht Hoffnung, dass auch in den Konzerntöchtern die notwendige Durchsetzungsfähigkeit entwickelt werden kann," so Jäger.

Bei den zwei Warnstreiks waren nach ihren Angaben an sechs von neun Krankenhausstandorten des größten kommunalen Klinikkonzerns fast alle Op lahmgelegt.

Bei Vivantes galt seit 2004 ein Notlagentarifvertrag, der erst Ende 2013 abgelaufen ist. Einen eigenen Krankenhaustarifvertrag hält Jäger derzeit nicht für nötig. Mehr Gewicht wünscht sie dem Thema Gesundheit bei den aktuellen TVöD-Verhandlungen aber schon. (ami)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

"Manche Wortwahl irritiert mich sehr"

Gesundheitsminister Spahn wird wegen des TSVG von Ärzten kritisiert. Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" betont er: Es wird mit Falschinformationen Stimmung gemacht. mehr »

Galenus-Gala 2018 – Das sind die Gewinner

Was zeichnet innovative Arzneimittelforschung aus? Vier Medikamente und eine Forschergruppe erhalten den Galenus-von-Pergamon-Preis 2018. Für beispielhaftes soziales Engagement wurde zudem der CharityAward verliehen. mehr »

Stammzelltherapie stoppt aggressive MS

Je früher, desto wirksamer – auch bei der autologen Stammzelltransplantation: Die Aktivität der Multiplen Sklerose lässt sich wohl komplett unterbinden, wenn die Methode als First-line-Therapie eingesetzt wird. mehr »