Ärzte Zeitung, 20.06.2016

Heilerde & Co

Mehraufwand für Hersteller

BERLIN. Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) sieht im Zuge der kommenden Novelle der EU-Medizinprodukteverordnung einen großen Mehraufwand auf die Unternehmen der Branche zukommen. Für nahezu alle stofflichen Medizinprodukte, dazu zählen Cranberry-Kapseln, Heilerden oder Meerwasser-Nasensprays, gelten voraussichtlich ab dem Jahr 2020 höhere Risikoklassen, so der BAH. Hersteller müssten dann ihre Unterlagen erstellen, um solche Produkte in Verkehr zu bringen. Für viele Produkte seien klinische Prüfungen vorzulegen. "Für Produkte, die bereits seit Jahrzehnten ohne jegliche Sicherheitsbedenken auf dem Markt sind, ist das nicht nachvollziehbar", so Dr. Elmar Kroth, beim BAH Geschäftsführer Wissenschaft. (maw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

HPV-Infektion durch Oralsex wohl eher selten

Frauen mit zervikaler HPV-Infektion übertragen die Viren offenbar nur sehr selten auf ihre Mundschleimhäute oder die ihres Sexualpartners, so eine kleine Studie. mehr »

Spahn schiebt neue Gesetzesinitiativen an

Die nächsten Reformen stehen ins Haus: Gesundheitsminister Spahn nimmt die Ausbildung in Apotheke und Klinik ins Visier - und präsentiert zwei Gesetzesvorlagen. mehr »

Staatliche Digitalprojekte dauern zu lange

Kanzleramtsminister Helge Braun wünscht mehr Tempo bei der Digitalisierung in Deutschland. Die KBV zeigt sich indes zuversichtlich, dass die TI-Anbindung bis Ende Juni für die meisten Arztpraxen klappt. mehr »