Ärzte Zeitung, 20.06.2016

Heilerde & Co

Mehraufwand für Hersteller

BERLIN. Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) sieht im Zuge der kommenden Novelle der EU-Medizinprodukteverordnung einen großen Mehraufwand auf die Unternehmen der Branche zukommen. Für nahezu alle stofflichen Medizinprodukte, dazu zählen Cranberry-Kapseln, Heilerden oder Meerwasser-Nasensprays, gelten voraussichtlich ab dem Jahr 2020 höhere Risikoklassen, so der BAH. Hersteller müssten dann ihre Unterlagen erstellen, um solche Produkte in Verkehr zu bringen. Für viele Produkte seien klinische Prüfungen vorzulegen. "Für Produkte, die bereits seit Jahrzehnten ohne jegliche Sicherheitsbedenken auf dem Markt sind, ist das nicht nachvollziehbar", so Dr. Elmar Kroth, beim BAH Geschäftsführer Wissenschaft. (maw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weg frei für GroKo-Gespräche – Schulz verspricht Nachverhandlungen

Es war eine Zitterpartie: Weniger als 60 Prozent der SPD-Delegierten auf dem Parteitag stimmten Gesprächen zur Bildung einer große Koalition zu. Nun soll weiterverhandelt werden – auch in Sachen Gesundheit. mehr »

Neuropathie-Test 2.0 – Handy-Vibration ersetzt Stimmgabel

Es genügt ein Handy mit Vibrationsfunktion: An den Fuß eines Diabetespatienten gehalten, zeigt es Forschern zuverlässig an, ob dieser an einer peripheren Neuropathie leidet. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »