Ärzte Zeitung, 15.02.2011

Erste Zwischenbilanz bei Kodierrichtlinien

Rückmeldungen aus den Arztpraxen bei Praxis-EDV-Unternehmen sind besser als erwartet

NEU-ISENBURG (mn). Die niedergelassenen Ärzte fangen erst langsam an, mit den neuen Kodierrichtlinien zu arbeiten. Dies ist die mehrheitliche Erfahrung der Softwareunternehmen.

Die Zwischenbilanz fällt bei dem Praxis-EDV-Unternehmen Frey ADV GmbH noch eher zurückhaltend aus. "Erst etwa drei Prozent der Ärzte arbeiten mit den Kodierrichtlinien", sagt Geschäftsführer Lars Wichmann. "Die Ärzte scheinen erst einmal abzuwarten." Auch bei dem genossenschaftlich organisierten Softwarehaus Duria gibt es erst vereinzelte Rückmeldungen, berichtet Erich Gehlern von Duria. Das Softwareunternehmen medatixx kann noch überhaupt keine Aussage machen, da kaum Ärzte die AKR aktiviert hätten.

Ganz anders sieht es bei der CompuGroup Medical aus. Dort arbeite schon jeder zweite Arzt mit den neuen AKR. Auch scheine sich der Aufwand in den Praxen in Grenzen zu halten, berichtet Pressesprecher Michael Franz von den ersten Rückmeldungen.

Der Forderung der KBV-Vertreterversammlung, dass die Kodierrichtlinien während der Übergangsphase ein- und wieder ausgeschaltet werden können, sind die meisten Softwarehäuser mittlerweile nachgekommen.

Das Fehlen der Funktion hatte für viel Aufregung gesorgt, weil es hieß, dass einmal aktiviert, sich die Kodierrichtlinien in der Übergangsphase nicht mehr zurückschalten lassen. Dies ist jetzt aber nach Angaben aus Praxis-EDV-Unternehmen ohne Probleme möglich.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Der endgültige Praxistest bei den Ambulanten Kodierrichtlinien steht noch aus

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Alle Karten auf den Tisch

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »