Ärzte Zeitung, 24.01.2012

Führungskräfte: Burn-out eine reale Gefahr

Das innerliche Ausbrennen im Job wird inzwischen von Unternehmen wie Managern als Risiko wahrgenommen.

Von Matthias Wallenfels

BERLIN. Für Führungskräfte ist Burn-out keine Modediagnose, sondern ein ernst zu nehmendes Risiko. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Führungskräftepanels "Manager Monitor" des Führungskräfte Instituts (FKI), hervor.

Das FKI fungiert als wissenschaftliches Institut des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA. Laut FKI ist das Thema Burn-out in der Wahrnehmung hochqualifizierter Fach- und Führungskräfte in jüngster Zeit noch einmal deutlich in den Vordergrund gerückt.

"Führungskräfte betrachten Burn-out als eine reale Gefahr", erläutert FKI-Geschäftsführer Andreas Zimmermann die Umfrageergebnisse: "Lediglich eine Minderheit hält die Diskussion um Burn-out für übertrieben oder überbewertet."

Seiner Einschätzung nach hätten auch die meisten Unternehmen "das Problem als ein solches erkannt und arbeiten bereits an Lösungsstrategien". Es bestehe allerdings noch Verbesserungspotenzial.

Termindruck verursacht Burn-out

An erster Stelle möglicher Burn-out-Ursachen rangiert, so das FKI, Termindruck und Arbeitsverdichtung, gefolgt von fehlender sozialer Anerkennung durch Vorgesetzte.

Dagegen scheinen aus Sicht der meisten der rund 360 befragten Führungskräfte Gründe wie mangelnde Identifikation mit Arbeitsinhalten oder Unterbezahlung eine nur geringe Rolle beim Zustandekommen eines Burn-outs zu spielen.

Wie das FKI herausfand, würden Führungskräfte zwar die Existenz von Leistungs- und Belastungsgrenzen einräumen, ein offener Umgang mit der Problematik fiele manchen von ihnen allerdings schwer.

www.manager-monitor.de

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