Ärzte Zeitung, 23.05.2011

Australierin bekommt Sperma des toten Gatten

SYDNEY (dpa). Die Australierin Jocelyn Edwards darf mit dem Sperma ihres toten Mannes ein Kind zeugen und austragen.

Er habe keinen Zweifel, dass das Kind eine liebende Mutter habe und in eine große Familie geboren werde, die es unterstütze, sagte der Richter, der über den Fall entscheiden musste, am Montag in Sydney. Die 40-jährige Edwards weinte vor dem Gerichtssaal vor Freude.

Edwards Mann Mark war 2010 tödlich verunglückt. Die Witwe hatte dem toten Mann Sperma entnehmen lassen. Es wurde eingefroren, weil gerichtlich zu klären war, wem das Sperma gehöre. Edwards hatte fünf Jahre vergeblich versucht, schwanger zu werden. Das Ehepaar wollte sich einer künstlichen Befruchtung unterziehen, als der Unfall passierte. Die Familie des Mannes stand hinter dem Wunsch der Witwe.

Auch in Deutschland hatte vor einiger Zeit der Fall einer Witwe Aufsehen erregt, die ein Kind von ihrem verstorbenen Mann wollte. Jahrelang kämpfte sie vor Gericht um die Herausgabe der Eizellen, die vor dem Unfalltod ihres Mannes 2008 mit dessen Samen befruchtet worden waren.

Im Mai 2010 hatte das Oberlandesgericht (OLG) Rostock entschieden, dass die Eizellen freigegeben werden müssen (wir berichteten). Die Hoffnungen der Frau zerschlugen sich jedoch: Keine der neun künstlich befruchteten Eizellen habe überlebt, teilte sie später mit.

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[23.05.2011, 16:34:50]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Sch(m)erz, Satire, Ironie und ...
Da gewinnt doch der Satz "Sperr' ma(l) die Tür von der Gruft auf" eine völlig neue Bedeutung.

Sorry, peinlich und geschmacklos, aber es musste raus. Denn es ist auch Egoismus dabei, ein Kind bewußt vaterlos aufwachsen zu lassen, Familiensolidarität in allen Ehren. MfG zum Beitrag »

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