Ärzte Zeitung online, 22.10.2014

Contergan-Prozess

Grünenthal muss keine Entschädigung zahlen

Die Forderungen spanischer Contergan-Opfer sind verjährt, deshalb muss der Pharmakonzern Grünenthal keine Entschädigung zahlen. Das hat ein Gericht am Mittwoch in Madrid entschieden - und hob damit ein früheres Urteil auf.

MADRID. Ein spanisches Gericht hat in einem Contergan-Prozess eine Verurteilung des deutschen Pharma-Konzerns Grünenthal zu Entschädigungszahlungen aufgehoben.

Das Madrider Landgericht entschied am Mittwoch in einem Berufungsverfahren, dass die Forderungen spanischer Contergan-Opfer verjährt seien.

Etwa 180 Betroffene hatten Entschädigungen von insgesamt 204 Millionen Euro verlangt. In erster Instanz hatte ein kleiner Teil der Kläger Recht bekommen. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Drastisch veränderte Mundflora bei Krebs

Beim Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle ist die Zusammensetzung des oralen Keimwelt im Vergleich zu Gesunden drastisch verschoben. mehr »

Milliarden Bakterien im Einsatz. So wird Insulin für Diabetiker produziert

Hinter den Toren des Industrieparks Höchst bieten sich faszinierende Einblicke in die Welt der Hochleistungs-Biotechnologie: Milliarden von E.coli-Bakterien produzieren hier das für Diabetiker überlebenswichtige Insulin. mehr »

Angst vor Epidemien in Lagern

Nach ihrer dramatischen Flucht aus Myanmar suchen über eine halbe Million Rohingya Schutz in Bangladesch. Die Lage in den eilig aufgeschlagenen Lagern ist desolat. mehr »