Ärzte Zeitung online, 25.11.2016
 

Bundesfinanzhof

Schenkung: Für Eheleute wird Steuer fällig

NEU-ISENBURG. Wenn Ehepaare viel Geld von dem Konto des einen auf das Konto des anderen verschieben, kann das unter Umständen Schenkungssteuer kosten. Das geht aus einem Urteil des Bundesfinanzhofs hervor (BFH).

Im konkreten Fall hatte ein Ehemann das Guthaben von seinem Einzelkonto auf das Einzelkonto seiner Frau übertragen. Das Finanzamt sah darin eine schenkungssteuerpflichtige Zuwendung und bekam vom BFH Recht.

Behauptet der beschenkte Gatte, dass ihm ein Teil des übertragenen Vermögens ohnehin schon gehört, muss er dies beweisen. Das kommt beispielsweise in Betracht, wenn der Schenker nur Treuhänder des Geldes war.

Nach Mitteilung des BFH gilt das Urteil nur für Einzel-, nicht aber für Gemeinschaftskonten. Die Richter wiesen zudem darauf hin, dass Kontovollmachten für ein Einzelkonto bei der Beurteilung, ob eine Schenkung vorliegt, keine Rolle spielen. Der Schenkungssteuerfreibetrag beträgt für Ehegatten derzeit 500.000 Euro. (juk)

Bundesfinanzhof

Az.: II-R-41/14

Topics
Schlagworte
Recht (12217)
Finanzen/Steuern (10519)
Organisationen
Schenker (12)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »