Ärzte Zeitung online, 17.01.2017
 

Zyto-Apotheker

Staatsanwalt erwägt Exhumierung

ESSEN. Die Staatsanwaltschaft Essen denkt im Zuge ihrer Ermittlungen gegen einen Bottroper Apotheker jetzt darüber nach, auch Verstorbene zu exhumieren. Das bestätigte Oberstaatsanwältin Anette Milk dieser Zeitung.

Allerdings sei man diesbezüglich noch nicht tätig geworden, so Milk. Der Apotheker steht im Verdacht, in 40.000 Fällen Zytostatika-Zubereitungen gepanscht und auf diese Weise die Kostenträger um rund 2,5 Millionen Euro geschädigt zu haben.

Bereits im Dezember hatte die Staatsanwaltschaft Essen zur Beweissicherung Blutproben von noch lebenden Patienten genommen, die Infusionen aus der Apotheke des Verdächtigen bezogen hatten. Der Apotheker sitzt seit Ende November in Untersuchungshaft. (cw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Es kommt Schwung in die Entwicklung neuer Psychopharmaka

Bald könnte es einen Schub für die Entwicklung neuer Psychopharmaka geben. Denn Forscher finden immer mehr über die Entstehung psychischer Erkrankungen heraus. mehr »

Spielt Krebs eine Rolle beim plötzlichen Kindstod?

Ein plötzlicher Kindstod bei einer unbekannten neoplastischen Erkrankung ist selten, aber kommt vor. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie. mehr »

Patienten sollen Verdacht auf Nebenwirkung melden

Alle europäischen Arzneimittelbehörden fordern in einer gemeinsamen Kampagne Patienten auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. mehr »