Ärzte Zeitung online, 19.12.2017

Informationelle Selbstbestimmung

BGH verhandelt über Löschung aus Arzt-Portal

MÜNCHEN. Können Ärzte darauf bestehen, dass ihre Praxis aus einem Online-Ärzteverzeichnis gelöscht wird oder überwiegt das Interesse der Patienten an einer vollständigen Ärzteliste im Web? Antwort auf diese Frage muss in Kürze der Bundesgerichtshof (BGH) geben, wie das Arztempfehlungsportal jameda am Dienstag meldet. Geklagt hatte eine Ärztin, die mit ihrer Praxis nicht mehr auf dem Portal gelistet werden möchte. Das Landgericht (AZ.: 28 O 7/16) und das Oberlandesgericht Köln (AZ.: 15 U 121/16) wiesen sie ab. "Der mündige Patient benötigt vollständige Arztlisten", begründet jameda. Dies sei Voraussetzung, um eine freie Arztwahl zu gewährleisten. Der BGH will am 23. Januar verhandeln (Az. VI ZR 30/17). (mh)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Fünf wichtige Fakten zur Herzgesundheit der Deutschen

Heute wurde in Berlin der Herzbericht 2017 vorgestellt. Es zeigt sich, dass Herzerkrankungen jeglicher Art weiter zunehmen. mehr »

Trumps Leibarzt attestiert dem US-Präsidenten beste Gesundheit

US-Präsident Donald Trump attestierte sich kürzlich selbst kerngesund und ein "stabiles Genie" zu sein. Sein Leibarzt bestätigte ihm jetzt einen überragenden Gesundheitszustand – mit einer Einschränkung. mehr »

Der Belegarzt – KBV und Onkologen präsentieren neuen Teamplayer

Mit einer Neudefinition des Belegarztes wollen KBV und Onkologen die sektorübergreifende Krebsversorgung realisieren. mehr »