Ärzte Zeitung, 27.08.2014

Zytostatika-Rezepturen

Apotheker geben jetzt 30 Prozent Rabatt

BERLIN. Der GKV-Spitzenverband hat mit dem Deutschen Apothekerverband die Abrechnung parenteraler Lösungen, meist Zytostatika, neu geregelt, die in der Offizin zubereitet werden.

Demnach steigt der Abschlag, den die Apotheker den Kassen auf ihren rechnerischen Einkaufspreis für generische Krebswirkstoffe gewähren, um fünf Punkte auf 30 Prozent.

Die hohe Spanne begründet sich aus den hohen Nachlässen, die die Apotheker selbst beim Einkauf erhalten. Denn Präparate für Zubereitungen unterliegen keinem einheitlichen Herstellerabgabepreis.

Die Vereinbarung beinhaltet auch mehr Geld für die Zubereitung. Per Saldo betrage der Einspareffekt der neuen Preisberechnung 65 Millionen Euro, heißt es. 2013 gab die GKV rund drei Milliarden Euro für parenterale Krebs-Rezepturen aus. (cw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Epileptiker haben hohe Überdosisgefahr

Die Gefahr, an einer Medikamentenüberdosis zu sterben, ist bei Epilepsiekranken fünffach erhöht, so eine Studie. Doch es ist anders, als auf den ersten Blick gedacht: Schuld sind meist nicht die Antikonvulsiva. mehr »

Zehntausende Arztpraxen nicht ohne Barrieren zu erreichen

Nur ein Drittel der Arztpraxen in Deutschland gelten – auch nur zum Teil – als barrierefrei. Das schränke die freie Arztwahl körperlich beeinträchtigter Menschen ein, moniert die Linke-Sozialexpertin Sabine Zimmermann. mehr »

Nichtstun ist gefährlich für Patientendaten

Nur noch wenige Tage, dann tritt die EU-Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Grund genug auch für Ärzte, sich die Prozesse der Datenverarbeitung anzuschauen und auf Sicherheit abzuklopfen. mehr »