Ärzte Zeitung online, 26.06.2018

Recht

Verbot des Rx-Versands noch nicht richtig begründet

BERLIN. Das geplante Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln birgt europarechtliche Risiken, weil es einer mengenmäßigen Einfuhrbeschränkung gleichkommt.

So lautet – wenig überraschend – die Auskunft der Bundesregierung auf eine aktuelle Anfrage der Linken.

Das Problem ließe sich umgehen, heißt es in der Regierungsantwort weiter, wenn gemäß Artikel 36 des Vertrages über die Arbeitsweise der EU "das Verbot zum Schutze der Gesundheit und des Lebens von Menschen gerechtfertigt wäre".

Bisherige Begründungen – etwa des Verbotsentwurfs der vorherigen Legislatur – stellten jedoch vor allem auf den Erhalt der flächendeckenden Arzneimittelversorgung aus öffentlichen Apotheken ab. (cw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Grippe-Impfsaison noch lange nicht vorbei!

Kein Land Europas erreicht die Influenza-Impfziele der WHO. Jetzt vor der Grippewelle appellieren Experten daher an Ärzte, noch möglichst viele Patienten zu schützen. mehr »

Wenn Insulin zum fetten Problem wird

Schon leicht erhöhte Insulinspiegel können offenbar Adipositas sehr stark fördern. Forscher haben sich den Zusammenhang angeschaut und empfehlen Intervallfasten – mit einer Einschränkung. mehr »

Musiktherapie tut Krebskranken gut – zumindest kurzfristig

Ein Bericht für das IQWiG bescheinigt der Musiktherapie kurzfristigen Nutzen im Vergleich zur Routineversorgung bei Angst, Depression und Stress. Zur Bewertung von Langfrist-Effekten fehlen aber Daten. mehr »