Ärzte Zeitung, 28.07.2010

Teva will ratiopharm-Kauf im Herbst abschließen

ULM/JERUSALEM (dpa). Der israelische Pharmakonzern Teva will die Übernahme von Ratiopharm in Ulm schneller abschließen als bislang geplant. Spätestens im September solle die Übernahme beendet sein, teilte Teva am Dienstag mit. Bislang war die Abwicklung des Kaufs bis zum Jahresende geplant gewesen. Teva hatte nach einem monatelangen Bieterrennen Mitte März den Zuschlag für Ratiopharm erhalten.

Mit dem Kauf von Ratiopharm wird Teva die Nummer eins am europäischen Generikamarkt und - nach der zu Novartis gehörenden Sandoz - die Nummer zwei in Deutschland.

Bei Teva Pharmaceutical liefen die Geschäfte zuletzt wegen der wachsenden Nachfrage nach Generika gut. Der Überschuss vor Sonderposten stieg von April bis Juni von 742 Millionen Dollar (569 Millionen Euro) auf 981 Millionen Dollar (753 Millionen Euro). 2010 werde für Teva ein weiteres Jahr mit profitablem Wachstum, sagte Chef Shlomo Yanai und verwies auf ein rekordverdächtiges Wachstum des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern von zwölf Prozent im zweiten Quartal.

Angetrieben von zweistelligen Zuwächsen in Europa und Nordamerika stieg der Konzernumsatz um 12 Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar (2,9 Milliarde Euro). Im zweiten Quartal steuerte Nordamerika mit 65 Prozent den Hauptteil zum Umsatz bei. Auf Europa entfiel rund ein Fünftel.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »