Ärzte Zeitung, 19.10.2010
 

Spitzencluster MicroTEC Südwest startet in Stuttgart

In 29 Projekten sollen innovative Mikrosysteme entwickelt werden. Das BMBF fördert das Projekt mit 40 Millionen Euro.

BERLIN (eb). Der neue Spitzencluster MicroTEC Südwest ist am Freitag in Stuttgart gestartet. In 29 Verbundprojekten haben sich 340 Akteure von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus dem Südwesten Deutschlands zusammengeschlossen, um innovative Mikrosysteme zu entwickeln.

Sie werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt 40 Millionen Euro gefördert. Schnelle Bluttests, eine Mikrokamera für Produktions-, Medizin- oder Sicherheitstechnik, extrem hitzebeständige Sensoren für den Motorinnenraum, um Benzinverbrauch und Schadstoffausstoß zu minimieren sind nur einige Beispiele für die Projekte des neuen Spitzenclusters.

"Damit ist Baden-Württemberg auf dem Weg an die Weltspitze der Mikrosystemtechnik", sagte Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF, bei der Auftaktveranstaltung des Spitzenclusters.

In MicroTEC Südwest engagieren sich sowohl große Unternehmen wie Robert Bosch, Roche Diagnostics oder Festo, als auch spezialisierte Mittelständler, die in ihren jeweiligen Geschäftsfeldern nicht selten Weltmarktführer sind.

MicroTEC Südwest gehört zu den fünf Gewinnern der zweiten Runde im Spitzencluster-Wettbewerb des BMBF, ein bundesweiter Wettbewerb im Rahmen der Hightech-Strategie für Deutschland. Kernelement des Spitzencluster-Wettbewerbs sind strategische Partnerschaften von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weiteren Akteuren einer Region mit dem Ziel, auf internationales Spitzenniveau aufzuschließen.

Im Rahmen der MicroTEC-Academy bieten Hochschulen und Industrie darüber hinaus ein gemeinsames berufsbegleitendes Studienangebot.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11253)
Organisationen
Roche (682)
Personen
Robert Bosch (65)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Frauen schuld an "Männergrippe"?

Jammernde Männer mit Erkältung sind keine Weicheier, sie leiden tatsächlich stärker. Das liegt wohl am Testosteron. Und an Frauen, die testosterontriefende Männer bevorzugen. mehr »

Stammzellgesetz – Bremse für Forscher?

2002 gab es um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen eine hochemotionale Debatte. Heute ist der Pionier von ehedem mit dem Stand seiner Arbeit zufrieden. Doch nicht nur er fürchtet durch das Stammzellgesetz Nachteile für Forscher in Deutschland. mehr »

Ebola-Überlebende auch 40 Jahre später noch immun

Eine Forscherin machte sich auf die Suche nach den Überlebenden des ersten Ebola-Ausbruchs – und verspricht sich davon wichtige Erkenntnisse. mehr »