Ärzte Zeitung, 03.11.2010

Bayer wächst in China besonders stark

PEKING (dpa). Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer erwartet in diesem Jahr in China ein starkes Wachstum von 20 bis 30 Prozent. Der Anteil am globalen Umsatz werde sieben Prozent überschreiten, sagte China-Chef Michael König am Mittwoch in Peking.

Der Umsatz im Reich der Mitte wachse deutlich schneller als in anderen Märkten. 2009 wurden 2,1 Milliarden Euro erreicht. Das China-Geschäft trage zu 20 Prozent des weltweiten Wachstums des Konzerns bei. In China machen Werkstoffe die Hälfte des Bayer-Geschäfts aus, während rund 40 Prozent auf den Gesundheitsbereich entfallen.

Der Gesundheitssektor erlebe aber das stärkste Wachstum. China werde voraussichtlich bis 2014 Deutschland überholen und vom viertgrößten Gesundheitsmarkt weltweit auf Platz Drei hinter den USA und Japan aufrücken.

Nach einer Studie, die Bayer bei der "Economist Intelligence Unit" in Auftrag gegeben hat, ist Gesundheit die größte Zukunftssorge von Chinesen. Auf dem Lande gebe es am meisten Besorgnisse über die Höhe der Kosten (84 Prozent), während die Städter vor allem die Qualität der Versorgung (49 Prozent) nannten.

Trotz steigender Kosten erreichen die Gesundheitsausgaben in China erst 4,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, während die Staaten in der Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) rund acht Prozent dafür ausgeben.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11633)
Organisationen
Bayer (1182)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Wenn Frauen beim Sex Urin verlieren

Unwillkürlicher Urinabgang beim Geschlechtsverkehr tritt bei Frauen öfter auf, als viele glauben. Gesprochen wird darüber nur selten. Dabei könnte den Betroffenen geholfen werden. mehr »

Aufgeschlossen, aber schlecht informiert

Jugendliche und junge Erwachsene halten sich beim Thema Organspende für eher schlecht informiert. Trotzdem sind sie dafür wesentlich aufgeschlossener als Ältere. mehr »

Hirnschaden durch zu viel Selen

Fast blind und dement kommt eine Frau zum Arzt. Dieser findet das Problem: Sie hat lange viele Selenpillen geschluckt. Die Nahrungsergänzung schädigte ihr Hirn dauerhaft. mehr »