Ärzte Zeitung, 03.03.2011

Fieberhafte Suche nach Alternativen zu Tierversuchen

NEU-ISENBURG (maw). Ab 2013 greift in der EU ein Vermarktungsverbot für alle mit Hilfe von Tierversuchen entwickelten Kosmetikprodukte und deren Inhaltsstoffe. Laut Experten ist es mit den bisherigen Ansätzen nicht möglich, das Ziel in zwei Jahren zu erreichen, wie die Universität des Saarlandes informiert.

Bisher erfolgten deren Angaben zufolge eine Million Tierversuche jährlich in der EU zur Sicherheitsüberprüfung von Substanzen in der Chemie-, Pharma- und Kosmetikbranche. Die EU und die Kosmetikindustrie versuchen nun alternative In-vitro-Toxizitätstests zu entwickeln.

Mit 50 Millionen Euro unterstützen sie sechs wissenschaftliche Clusterprojekte in der europäischen Forschungsinitiative SEURAT (Safety Evaluation Ultimately Replacing Animal Testing). Neuartige Verfahren zur Vermeidung von Tierversuchen in der Kosmetikindustrie sollen dort generiert werden.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Ein querschnittsgelähmter Mann kann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

OTC-Gebrauch verfälscht Laborwerte

Die meisten Patienten nehmen gelegentlich freiverkäufliche Arzneimittel ein. Nur wenige legen das gegenüber ihrem Arzt offen. Das hat Folgen, etwa für die Interpretation von Laborergebnissen. mehr »